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„Martin Luther an der Alz“

By 7. August 2018 Allgemein, Ausstellungen, Presse
Martin Luther an der Alz
Kunst im Öffentlichen Raum ist mittlerweile ein alltäglicher Begleiter. Ich hatte nun die Möglichkeit meine Kunst – eine Skulptur aus meinem 2017er Luther Projekt, offiziell als Kunst in der Natur aufzustellen. Direkt an der Umsteigestelle an der Alz bei Niesgau steht nun eine Martin Luther Skulptur und weist dem Wassersportler nicht nur den Weg – er ist auch als Schutzpatron dort positioniert. Ich freue mich sehr, dass neben den bereits aufgestellten Skulpturen am Obinger Skulpturenweg, dem Skulpturenweg Wasserburg und im Skulpturenpark in der lnnenstadt Günzburgs sich dieser Standort als ein besonderer Standort in der Natur einreiht.

„Martin Luther an der Alz“

Marco Bruckner ist ein noch junger Bildhauer. Er lebt in Nöstlbach bei Pittenhart. „Luther-Projekt“ nennt er seine acht Skulpturen, die er anlässlich des Luther-Jahres 2017 geschaffen hat. Nun gehen sie ihre eigenen Wege. Eine der Figuren steht jetzt an der Alzschleife bei Niesgau.

Als Patronat und Wegweiser weist Luther den Wasserwanderern den Weg. Dort, wo man den engen Nebenarm der Alz nehmen muss, um das Wehr zu umgehen, steht die neue Lutherfigur. Bezeichnend für diese Stelle ist die Parallelität zwischen dem Reformator Luther, der in seinem Leben fast immer den unbequemen Weg gewählt hat, und der Wegkreuzung, von der aus nur der kleine, unbequem erscheinende Seitenarm zum Ziel führt.

Bruckner hat sich intensiv mit Luther auseinandergesetzt. Mit dem Menschen selbst, der Persönlichkeit und seinem Gedankengut. Luther war kein einfacher Mann – ein Mann mit Ecken und Kanten – weder angepasst noch bequem. Er wollte Diskussionen anregen, er kritisierte, stellte geltende Regeln in Frage und er war mutig. Von solch einer Charakterfigur geht eine große Faszination aus

Luther steht auch für den Begriff „Denkmal“ – den er während der Übersetzung der Bibel schuf und der einen festen Platz im Vokabular der Deutschen Sprache und der Architektur gefunden hat. Was liegt näher, ein Denkmal für Luther zu schaffen. Denkmal – auch im Sinne von „denk mal nach“.

Bruckner ist es ein großes Anliegen, mit seinen Arbeiten den Betrachter zum Nachdenken anzuregen. Und gerade hier geht es nicht um hübsche Ansichten einer Figur, sondern um das Erkennen des wahren Ichs. Es stülpt quasi das Innere nach Außen. Er legt Herz, Verstand und Gefühle frei, und fordert den Betrachter auf, sich mit dem Werkstück auseinanderzusetzen.

Mehr Informationen zu Marco Bruckner findet man auf seiner Internetseite: www.bildhauer-marco-bruckner.de

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