TOUCH ME – Andachtsbild 2020

TOUCH ME!

Eine Ausstellung, die die Ergebnisse eines Wettbewerbes des Diözesanmuseums Freising zeigt.

Der Wettbewerb wurde vom S.E. Erzbischof Reinhard Kardinal Mary im Herbst 2019 ausgelobt.

87 Kunsthandwerk-Schüler gestalten moderne Andachtsbilder

Wettbewerb von Diözesanmuseum und Städtischen Berufsfach- und Meisterschulen
Preisverleihung und Ausstellungseröffnung mit Kardinal Reinhard Marx

87 Kunsthandwerk-Schüler haben für einen Wettbewerb des Diözesanmuseums Freising zeitgenössische Andachtsbilder geschaffen. Am Sonntag, 15. Dezember, verleiht Kardinal Reinhard Marx in der ehemaligen Karmeliterkirche (Karmeliterstraße 1) die Preise. Zugleich eröffnet der Erzbischof von München und Freising die Ausstellung „Touch Me – Andachtsbild 2020“, in der von Montag, 16. Dezember, bis Montag, 6. Januar, alle eingereichten Arbeiten zu sehen sind.

Das Diözesanmuseum hatte den Wettbewerb in Zusammenarbeit mit Städtischen Berufsfach- und Meisterschulen ausgelobt. Teilnahmeberechtigt waren Schülerinnen und Schüler der kooperierenden Schulen. Die Teilnehmer aus insgesamt acht Klassen in den Gewerken Holz, Stein, Gold- und Silberschmiede sowie Lack waren aufgerufen, das Thema Andachtsbild aus zeitgenössischer Perspektive zu interpretieren. In jeder der beteiligten Klassen wird ein Preis vergeben. Das Preisgeld von insgesamt 6.000 Euro, gestiftet von Kardinal Marx, wird auf die prämierten Arbeiten aufgeteilt.

Andachtsbilder – etwa im Christentum mit klassischen Motiven wie dem Kreuz, der Muttergottes oder Heiligen – hätten die Kraft, Gefühle zu wecken, heißt es im Auslobungstext des Wettbewerbs. „Diese Kraft haben sie, weil sie für eine bestimmte religiös bedingte Hoffnung oder sogar Überzeugung stehen“, wird betont. Heute seien diese „Bilder der religiösen Erfassung, der Meditation, der Deutung des eigenen Lebensweges und des Weltgeschehens“ individualisierter als früher. Der Wettbewerb solle die Frage aufgreifen, was für die Menschen heute existentielle Bedeutung habe: „Welche Bilder finden wir heute, die uns helfen, bei Krankheit und anderen lebensbedrohlichen Situationen, in Zeiten von Klimawandel, Fake News, Cyber-Mobbing, von Gentechnik und sozialer Vereinsamung unsere Ängste und Nöte sowie unsere Freude und Hoffnung auszudrücken?“

Bewertet wurden die Arbeiten von einer elfköpfigen Jury, darunter Videokünstler Christoph Brech, Fotokünstlerin Herlinde Koelbl, Benita Meißner, Kuratorin der Galerie der Deutschen Gesellschaft für Christliche Kunst, Leiter und Fachlehrer der kooperierenden Schulen sowie Christoph Kürzeder, Direktor des Freisinger Diözesanmuseums. An dem Wettbewerb teilgenommen haben die Städtische Berufsfachschule/Meisterschule für das Holzbildhauerhandwerk, die Städtische Fachschule für Steintechnik/Meisterschule für das Steinmetz-und Steinbildhauerhandwerk, die Städtische Meisterschule für das Gold- und Silberschmiedehandwerk sowie die Städtische Fachschule für Farb- und Lacktechnik.

Die Ausstellung in der ehemaligen Karmeliterkirche ist täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Am 24., 25. und 31. Dezember ist sie geschlossen. Zur Ausstellung erscheint ein bebilderter Katalog. (kbr)

 
Hinweise:
Bitte beachten Sie: Die Preisverleihung und Ausstellungseröffnung ist nicht öffentlich, sie beginnt um 17 Uhr. Journalisten sind jedoch herzlich zur Berichterstattung eingeladen und werden gebeten, sich unter Telefon 089/21 37-12 63 oder per E-Mail an pressestelle@erzbistum-muenchen.de anzumelden.

Bildnachweis: © Diözesanmuseum Freising/Thomas Dashuber
Text: Erzbistum München

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